Die Magie der orientalischen Gewürzwelt: Ras el Hanout, Sumach und Za'atar
So verwandelst du einfache Zutaten mit den schimmernden Aromen des Orients in faszinierende Geschmacks-Kunstwerke.
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Die orientalische Küche fasziniert seit Jahrhunderten durch ihre Fähigkeit, süße, scharfe, erdig-warme und säuerliche Komponenten in ein perfektes Gleichgewicht zu bringen. Während in der westlichen Küche oft Salz und Pfeffer dominieren, arbeiten die Küchen des Nahen Ostens und Nordafrikas mit vielschichtigen Gewürzmischungen, die Speisen eine unglaubliche Tiefe verleihen.
Der Name bedeutet übersetzt 'Chef des Ladens' und bezeichnete ursprünglich die individuellste und wertvollste Mischung, die ein Gewürzhändler anzubieten hatte. Bis zu 30 verschiedene Einzelgewürze können enthalten sein – darunter Kardamom, Muskatblüte, Zimt, Kreuzkümmel, Nelken, Piment, Ingwer und manchmal sogar getrocknete Rosenblüten.
Sumach wird aus den getrockneten, gemahlenen Steinfrüchten des Essigbaums gewonnen. Das purpurrote Pulver besitzt eine angenehm adstringierende, fruchtige Säure und wird in der orientalischen Küche ähnlich wie Zitronensaft verwendet.
Za'atar ist eine traditionelle Gewürzmischung aus der Levante, bestehend aus wildem Thymian (oder Oregano), gerösteten Sesamsamen, Sumach und Salz. Die Kombination aus ätherischer Kräuterwürze, nussigem Sesam und säuerlichem Sumach ist einzigartig.
Kaufe Gewürze nach Möglichkeit im Ganzen (z. B. Kreuzkümmelsamen, Koriandersamen, Kardamomkapseln). Röste die Samen vor dem Mahlen kurz in einer trockenen Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze an, bis sie intensiv zu duften beginnen. Dadurch werden die im Samen eingeschlossenen Ätherischen Öle freigesetzt. Erst danach werden sie im Mörser frisch zerkleinert.