Der ultimative Sauerteig-Guide: Von der eigenen Zucht bis zur perfekten Kruste
Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Herstellung deines eigenen Anstellguts und die Geheimnisse eines perfekten Bauernbrots aus dem eigenen Ofen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Herstellung deines eigenen Anstellguts und die Geheimnisse eines perfekten Bauernbrots aus dem eigenen Ofen.
Brot ist eines der ältesten Kulturgüter der Menschheit. Doch industrielles Brot aus dem Supermarkt hat wenig mit traditionellem Handwerk zu tun: Technische Enzyme, Beschleuniger und reine Reinzuchthefe sorgen zwar für schnellen Teig, rauben dem Brot jedoch Geschmack, Haltbarkeit und Bekömmlichkeit.
Ein echter Sauerteig benötigt lediglich zwei Zutaten: Mehl und Wasser. Die darin natürlich vorkommenden Milchsäurebakterien und Wildhefen gehen eine Symbiose ein, die den Teig lockert, Säure aufbaut und Phytinsäure abbaut – wodurch das Brot extrem bekömmlich wird.
Du benötigst ein sauberes Weckglas, eine Küchenwaage, Vollkornmehl (am besten Roggen) und lauwarmes Wasser.
Sauerteigteige werden selten steif geknetet. Stattdessen wird der Teig während der ersten Reifephase (Stockgare) alle 30 Minuten von außen nach innen gedehnt und gefaltet. Das stärkt das Glutennetzwerk und schließt Luftblasen im Teig ein.
Ein normaler Backofen verliert beim Öffnen rasch Feuchtigkeit. Ein vorgeheizter Gusseisentopf simuliert die Bedingungen eines professionellen Steinbackofens. Der aus dem Teig austretende Wasserdampf bleibt im geschlossenen Topf gefangen, hält die Teigoberfläche elastisch und ermöglicht ein maximales Ofengehen.
So schwer es auch fällt: Schneide ein frisches Sauerteigbrot niemals heiß an! Die Krume ist im Inneren noch feucht und muss beim Abkühlen stabilisieren. Wird das Brot zu früh angeschnitten, verklebt die Schnittfläche.